Speziell für RC-Freunde die Frage, kann man Intuition trainieren ?

Ein  w i s s e n s c h a f t l i c h e r  Ansatz in dieser Richtung...

Forschungsprojekt 
PROGNOSTIZIERBARKEIT STOCHASTISCHER EREIGNISSE
(PRÄKOGNITION / PSYCHOKINESE)
Dipl.-Phys. Dr. Wilfried Kugel
Freie Universität Berlin

Ergebnisse der Versuchsreihe Roulette D

Zusammenfassung 
  • Es wurden 10.641 Einzelversuche generiert (Präkognition, Trefferwahrscheinlichkeit 18/37).
  • Die Trefferzahl (5.158) der insgesamt 389 Versuchspersonen lag etwas unter Durchschnitt
  • (z=-0,36 n.s.). (Dies war nicht als Hypothese gestellt.)
  • Am System 1 wurden 2.000 Prognosen des Prognose-Moduls generiert. 
Die Trefferquote (1022) des Prognosemoduls lag entsprechend der Haupthypothese 
signifikant über dem

Erwartungswert(z=2,19, p=0,014).

  • Simultan zu den Prognosen des Prognose-Moduls am System 1 erzielten die Versuchspersonen selbst unterdurchschnittlich wenige Treffer (942, z=-1,39 n.s.).
  • Die Zufallsgeneratoren beider Versuchs-Systeme funktionierten einwandfrei.
  • Für eine Korrelation der beiden an 2 völlig getrennten Versuchssystemen 1 und 2 simultan erzeugten Zufallsfolgen konnten keine Anzeichen festgestellt werden.
  • An einem Parallelsystem 2 mit unterschiedlicher Zufallsfolge und ohne Feedback wurden 2.039 Prognosen des Prognose-Moduls generiert. Die Trefferquote (959) des Prognosemoduls lag entsprechend der Hypothese nicht signifikant über dem Erwartungswert.
  • Für 40 Programm-Prognosen des Systems 1 wurden die targets erst viel später generiert. Die Trefferquote lag über dem Durchschnitt, die Abweichung war aber nicht signifikant.
Das Versuchsergebnis der Versuchsreihe D deutet darauf hin, daß Psychokinese nicht wirksam war.
Es fällt die große Konsistenz der Daten bei allen 4 bisher durchgeführten Versuchsreihen auf:
-Das Prognosemodul traf immer mehr, als vom Zufall her erwartet.
-Simultan dazu lag die Trefferquote der Versuchspersonen immer unter dem Erwartungswert.
-Die gesamte direkte Trefferquote der Versuchspersonen lag bei allen Versuchen immer unter dem Erwartungswert.
Man kann damit wohl davon ausgehen, daß ein reproduzierbarer Effekt vorliegt.

Versuchsreihe Roulette D

Fragestellungen, Hypothesen und Ergebnisse
   F1 Verstärkung präkognitiver Signale
   Lassen sich die in den vorausgegangenen Versuchsreihen A-D erzielten Ergebnisse in einer größeren 
   Replikationsstudie reproduzieren? Das heißt, ist es mit Hilfe des Prognoseprogramms möglich, 
   a) eine überzufällige Treffersumme bei der Voraussage stochastischer Ereignisse (Präkognition) zu 
   erzielen, die 
   b) auch statistisch höher liegt als die Treffersumme, die sich aus den von den Versuchspersonen 
   synchron abgegebenen responses ergibt? 

   a) Haupthypothese:

       Hypothese 1
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Prognoseprogramms (Treffer des Programms) 
von System 1 (Hauptsystem) ist signifikant höher als vom Zufall her zu erwarten.
Nullhypothese 1
 Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Prognoseprogramms (Treffer des Programms) von System 1 (Hauptsystem) entspricht dem statistischen Erwartungswert.
Methode
 Binomialtest, Signifikanzniveau 5%, einseitige Fragestellung
    Die a priori Wahrscheinlichkeit für einen Treffer ist 18/37. Die Anzahl der vom Programm generierten 
    Prognosen soll 2.000 betragen. Die statistisch erwartete Anzahl von Treffern beträgt damit 973.
Die Haupthypothese konnte mit z=+2,19 (p=0,014) bestätigt werden.
   b) Hypothese 2
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Programms (Treffersummen des Programms = Variable X) von System 1 (Hauptsystem) ist signifikant höher als die simultanen Treffersummen der Versuchspersonen (Variable Y).
Nullhypothese 2
Die Treffersummen stammen aus der gleichen Grundgesamtheit.
Methode
U-Test (Mann/Whitney), Signifikanzniveau 5%, einseitige Fragestellung (X ist stochastisch größer als Y)
   Die Hypothese 2 konnte nicht bestätigt werden (z=-0,56; p=0,28). Der U-Test erwies sich als 
   ungeeignet. Mit einem einfachen Mittelwertvergleich hätte sich ein signifikantes Ergebnis von z=2,53 
   (p=0,006) ergeben. 

   F2 Psychokinese
   Zeigen sich statistische Schwankungen in der target-Folge des Zufallszahlengenerators des Systems 1 
   auch synchron beim Zufallszahlengenerator des Systems 2 eines völlig getrennten Computersystems? 
   Sollte das der Fall sein, so wäre es ein Indiz dafür, daß Störungen beim radioaktiven Zerfall des 
   Präparats auftreten, das beide Zuffallszahlengeneratoren triggert. 

Hypothese 3
Die Zufallsfolge des Systems 1 und die Zufallsfolge des Systems 2 sind stochastisch abhängig.
Nullhypothese 3
Die Zufallsfolgen sind stochastisch unabhängig.
Methode
Chi2-Test zum Prüfen von Abhängigkeiten bei diskreten Zufallsvariablen, Signifikanzniveau 5%
Für den Test wird aus allen Versuchssitzungen je eine binäre Folge (Rot/Schwarz) f?r die Zufallszahlengeneratoren 1 und 2 gebildet.
Die Hypothese 3 konnte nicht bestätigt werden (Pearsons Chi2=1,87; df=1; p=0,17). 
 F3 Indirekter Nachweis der Beeinflussung der response-Folge durch eine im Bewußtsein der Versuchsperson zukünftig repräsentierte sowie bedeutungsvolle targetFolge

  Ein auf System 2 parallel laufendes und völlig gleiches Prognoseprogramm soll die responses der   Versuchsperson mit der target-Folge des Systems 2 vergleichen und daraus ebenfalls Prognosen generieren.
 Da die Versuchsperson Feedback bezüglich der target-Folge des Systems 1 erhält, entspricht dies einem Parallel-Versuch mit falschem Feedback. Es wird bei dieser Anordnung erwartet, daß 

a) die Treffersummen der Versuchsperson als auch des Programmsystems bezüglich der target-Folge 2 der Zufallserwartung entsprechen und sich 


b) auch nicht signifikant voneinander unterscheiden. Über die Ergebnisse dieser parallelen Anordnung
 werden die Versuchspersonen weder während noch nach dem Versuch informiert, um jede Möglichkeit
 der Präkognition auszuschließen. Sollte das Prognoseprogramm des Systems 1 mehr zutreffende
 Prognosen erzielen als das des Systems 2, so wäre dies ein Hinweis darauf, daß sich nur solche
 zukünftigen Ereignisse im Verhalten der Versuchsperson widerspiegeln, die die Person kennen wird
 und die für sie im Rahmen der Versuchsanordnung (Spielsituation) eine gewisse Bedeutung
 erlangen werden. 
 
a)
Hypothese 4
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Prognoseprogramms (Treffer des Programms) von System 2 (Vergleichssystem) ist signifikant höher als vom Zufall her zu erwarten.
Nullhypothese 4
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Prognoseprogramms (Treffer des Programms) des Systems 2 (Vergleichssystem) entspricht der Zufallserwartung.
Methode
Binomialtest, Signifikanzniveau 5%, einseitige Fragestellung
Die a priori Wahrscheinlichkeit für einen Treffer ist 18/37.
Die Hypothese 4 konnte nicht bestätigt werden (z=-1,46, p=0,07). 
b)
Hypothese 5
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Programms (Treffersummen des Programms = Variable X) von System 2 (Vergleichssystem) und die simultanen Treffersummen der Versuchspersonen (Variable Y) bez?glich der Zufallsfolge des Systems 2 stammen nicht aus der gleichen Grundgesamtheit.
Nullhypothese 5
Die Treffersummen stammen aus der gleichen Grundgesamtheit.
Methode
U-Test (Mann/Whitney), Signifikanzniveau 5%, zweiseitige Fragestellung
Die Hypothese 5 konnte nicht bestätigt werden (z=-1,14; p=0,26). 

   F4 Präkognition zeitlich weiter entfernter Ereignisse

  In den Fällen, in denen der Zufallszahlengenerator die Zahl 0 generiert, liegt jeweils eine Prognose
 der Versuchsperson und eventuell eine Prognose des Programms vor. Für alle diese Fälle
 soll nach Beendigung der gesamten Versuchsreihe eine Zufallsfolge generiert werden, wobei erwartet
 wird, daß das Prognose-Programm mehr Treffer erzielt, als vom Zufall her zu erwarten sind. 

Dieses Verfahren soll dazu dienen, - eingestreut in einen Versuchsablauf - Voraussagen über Ereignisse zu gewinnen, die entfernter in der Zukunft liegen.   

Hypothese 6
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Programms (Treffer des Programms)
von System 1 (Hauptsystem) ist unter folgenden Bedingungen signifikant höher als
 die Zufallserwartung:
a) Das System 1 generierte eine 0.
b) Das Prognoseprogramm hatte eine Prognose abgegeben.
c) Eine Zielfolge wird erst nach Abschlu? der gesamten Versuchsreihe generiert.
Nullhypothese 6
Die Anzahl der richtigen Voraussagen des Programms (Treffer des Programms)
 von System 1 (Hauptsystem) entspricht unter den Bedingungen a)-c)
der Zufallserwartung.
Methode:
Binomialtest, Signifikanzniveau 5%, einseitige Fragestellung
Die a priori Wahrscheinlichkeit für einen Treffer ist 1/2.
         Die Hypothese 6 konnte nicht bestätigt werden (N=40, K=23, z=0,95, p=0,17) 

 Bemerkung: Die Trefferquote des Programms bei den Versuchen lag bei 51,1%, bei den zeitlich
entfernter
liegenden 40 Versuchen bei 57,5%. Wenn man einen linearen Effekt
 (konstante prozentuale Abweichung des Prognoseprogramms) annehmen würde, so beantwortet
 das negative Ergebnis der Hypothese 4 die Fragestellung


F 4 nicht hinreichend.